J.B. Cramer – 21 ETÜDEN FÜR KLAVIER

Nebst Fingerübungen von Beethoven Nach dem Handexemplar LUDWIG VAN BEETHOVENs Herausgegeben von Hans Kann

Johann Baptist Cramer nacque a Mannheim il 24 febbraio del 1771; passò la sua intera esistenza a Londra,  seguendo già da bambino i suoi genitori. In questa città visse e sviluppò la maggior parte della sua carriera musicale e la sua casa editrice. Quivi morì il  16 aprile 1858.

Dal 1782 al 1784 studiò pianoforte ed ebbe come maestro il celebre Muzio Clementi. Divenne ben presto un rinomato pianista, e la sua fama fu grande anche nel continente. Godette di grande reputazione e fu particolarmente apprezzato da Beethoven cimentandosi “contro”  il maestro di Bonn in certami pianistici a Vienna. Entrambi furono considerati i più grandi pianisti del loro tempo; dai resoconti pervenutici sembra che Beethoven eccellesse in espressività interpretativa e Cramer in pura perfezione tecnica, qualità riconosciutagli da Beethoven stesso.

In Inghilterra fu editore prolifico di opere beethoveniane ed è nella sua edizione a stampa del Quinto concerto per pianoforte ed orchestra Opus 73 che compare per la prima volta il titolo “Emperor”.

La “Cramer & Co. Musical Instrument Manufacturing and Music publishing Firm” a quel tempo ebbe sede al 201 di Regent Street. I suoi partner commerciali furono Thomas Frederick Beale e Robert Addison.  Cramer terminò  il suo coinvolgimento personale nella società alla fine del 1833, sebbene la società mantenesse inalterato il nome originale

Scrisse un buon numero di sonate (oltre 200!), 50 sonate per pianoforte con strumento, 9 concerti per strumento ed orchestra, nonché una pletora di diversi pezzi per pianoforte.

Soprattutto i suoi studi per questo strumento sono tuttora considerati opere didattiche fondamentali per gli studenti del conservatorio.

La sua musica è generalmente meno drammatica ed elegante di quella di Clementi, molto meno avventurosa di Dussek e molto meno romantica e sentimentale di quella di Chopin. Pur essendo stilisticamente un conservatore, per quanto riguarda i passaggi e la tecnica squisitamente pianistica, la sua opera didattica ha attraversato due secoli senza risentire apparentemente di alcun appannamento.

Il volume a stampa dei Cramer-Etüden sorgente del nostro studio si trova conservato nella Deutschen Staatsbibliothek di Berlino. La particolarità di quest’ esemplare (che proviene come possesso da Felix Anton Schindler) è che 21 su 84 studi sono annotati dalla mano di Beethoven (Schindler ne menziona in realtà solo 20).

Gli esercizi in questione sono esattamente i numeri 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 12, 13, 15, 16,18, 21, 23, 24, 27, 29, 30 e 41. In realtà quasi tutti gli esercizi di Cramer che Beethoven utilizzò per gli studi del nipote Karl sono annotati con la grafia di Schindler e tanti addirittura firmati “A. Schindler”.

Modernamente quest’ opera (anche con le annotazioni di Beethoven) è stata pubblicata dalla Universal Edition: UE 13353 -ISMN M-008-00097-3

I testi introduttivi che seguono sono presi direttamente dal volume in questione; per consultare i testi completi vi invito ad acquistare il volume in questione cliccando sul link sopra.

Un ottimo articolo su questi esercizi annotati da Beethoven è  Beethoven’s annotations to Cramer’s twenty-one Piano Studies: Context and Analysis of Performance di Dimitri Karydis, consultabile sul nostro sito.

ÜBER SCHINDLERS EXEMPLAR DER CRAMER-ETÜDEN

In der Deutschen Staatsbibliothek Berlin befindet sich ein Exemplar der Cramer-Etüden aus Beethovens Handbibliothek. Das Bemerkenswerte an diesem Exemplar, das aus dem Besitz Schindlers stammt, sind die beigefügten Bemerkungen, die von Beethoven stammen sollen, als dieser Cramers Etüden für den Unterricht seines Neffen verwendet hatte. Die Bemerkungen stehen vor 21 Studien (Schindler erwähnt nur 20) und sind mit dem Namen Beethovens unterzeichnet. Nahezu alle der 84 Studien enthalten Bemerkungen, die restlichen jedoch sind mit A. Schindler unterzeichnet. Ein großer Teil der Bemerkungen ist überklebt und enthält unterhalb Blei- stifteintragungen, die nicht mit dem Namen Beethovens unterzeichnet sind, wie überhaupt alle schriftlichen Bemerkungen die Charakteristik der Schindlerschen Handschrift tragen. Der Text unterhalb ist oft anders als der überklebte. Die beigefügten Akzente und metrisdien Bezeichnungen in den Noten sind unterschiedlich mit rötlicher und schwarzer Tinte sowie mit Bleistift hinzugefügt worden und dürften höchstwahrscheinlich von Beethoven stammen. Der Ursprung der von Schindler auf gezeichneten Bemerkungen könnte in mündlicher Überlieferung gesucht werden, da Schindler Zeuge des Unterrichts gewesen sein mag. Die Ursprünglichkeit und Direktheit der vorliegenden Bemerkungen, die sich sehr deutlich von den stereotypen Wiederholungen Schindlers unterscheiden, lassen Beethoven als Autor annehmen. Schindler hat diese Hefte zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht. (1893 hat J. S. Shedlock bei Augner 20 Etüdeh mit den Bemerkungen Beethovens herausgegeben.) Das Titelblatt des Handexemplars enthält von Schindlers Hand einen Hinweis, daß man die Metronom bezeichnungen vergleichen möge und nimmt Bezug auf einen Artikel über das Metronom bei Cramer in der Leipziger Allgemeinen Musik-Zeitung 1817, Nr. 37. Nach Vergleich dieser dort angeführten Metronombezeichnungen mit dem Handexemplar Beethovens durch den Herausgeber stellten sich jedoch die Metronombezeichnungen als authentisch heraus. (Von den zahlreichen späteren Herausgebern der Cramer-Etüden sind die Metronombezeichnungen allerdings oftmals willkürlich geändert worden.)

BEMERKUNGEN AUS SCHINDLERS BEETHOVEN-BIOGRAPHIE

Es folgen nun Bemerkungen aus Schindlers Beethoven- Biographie über die Cramer-Etüden im Speziellen sowie über den Vortrag Beethovenscher Klavierwerke im Allgemeinen : Seite 182 und ff. in Beethoven’s Biographie II, 3. Auflage, ist vom Unterzeichneten bemerkt, daß Beethoven 20 Nummern (21, Anm. d. Hrsgb.) in ]. B. Cramer’s Etüden zum Studium für seinen Neffen didaktisch vorbereitet, wie noch, daß Beethoven diese Etüden mit der von ihm angegebenen Weisung der Behandlung als die geeignetste Vorschule zu seinen Werken betrachtet hat. Seite 206 wird dort ferner angeführt, daß aus der angezeigten Nutzanwendung jener 20 Nummern Beethoven’s Methode Klavier zu spielen ersichtlich ist.

Nach dem Vorgang meines Lehrers war es mir ein leichtes, Zweck und Behandlung bei allen übrigen Nummern dieser Etüden anzugeben und somit die Vorschule für Beethoven’s Klavierwerke zu vervollständigen. Sollte die Frage entstehen warum ich die gesammte Nutzanwendung dieser Etüden im Interesse von Beethoven’s Musik nicht veröffentlicht habe, so diene zur Antwort, daß die seit 30 Jahren herrschende Richtung im Clavierspiel, die als einziges Erforderniß nur die Technik kennt, von dieser ganz entgegenstehenden Methode keine Notiz genommen haben würde. Es muß eine andere Zeit kommen, welche die Instrumental Musik jeder Gattung wieder von der geistigen Seite aufzufassen bestrebt ist, dann erst wird dem Verständniß der Beethoven’sehen Intentionen der Weg gebahnt werden können.

Einsichtsvolle Musiker werden das begreifen. Meinerseits kann ich bekräftigen, daß dieser Weg dem ungeachtet ein sehr beschwerlicher ist. Ohne vorheriges Studium der (deutschen) Prosodie, ohne genaue Kennt- niß des iambischen 1), trochäischen 2), daktylischen 3) und spondäischen 4) Versmaßes, als derjenigen Dichtungsformen, die aller Instrumentalmusik zum Grunde liegen, ist beim Schüler nichts zu erreichen, denn auf dieser Kenntniß beruht die Kunst der richtigen Accentuation und Unterscheidung von Längen und Kürzen in den Tongruppen. Die richtige Declamation der Wort-Poesie dient hierbei als Analogie.

Zur Veröffentlichung dieser Etüden hätte mich nur der Fall bewegen können, wenn mein Schüler Franz Wüll-ner, der nach sechsjährigem Cursus mit allen Eigenthüm-lichkeiten dieser Schule nach Beethovens Intentionen wohl vertraut, der Bestimmung gefolgt wäre, für rieh-tiges Verständniß der Beethoven7sehen Claviermusik, vornehmlich der Sonaten, darin die tiefste Poesie verborgen liegt, durch öffentliche Vorträge nach bestem Vermögen wirksam zu seyn, wobei sich Gelegenheit und Veranlassung ergeben hätten, auf den sicheren Weg zu diesem eigentlichen Parnaß aller musikalischen Poesie aufmerksam zu machen. Daß ich in meinen gerechten Hoffnungen und Wünschen getäuscht worden, habe ich in Beethovens Biographie II, seite 206, mit wahrhaft schmerzlichen Gefühlen ausgesprochen und aussprechen müssen.

Wer immer einstens über das vorliegende Exemplar der Cramers sehen Etüden zu verfügen haben wird, an den sey hiermit die Bitte gerichtet, die Zustände auf musikalischem Gebiete sorgsam zu erwägen, bevor er diese gänzlich abweichende Methode die Claviermusik zu behandeln, der Öffentlichkeit übergibt. Zur Unzeit herausgegeben, wird sie, gleich vielem ändern Guten und Werthvollen, das Schicksal der Nichtbeachtung treffen und für alle Zeit verloren seyn. Es ist wohl aber selbstverständlich, daß, um wirksam seyn zu können, die Beethoven’sehen Anmerkungen nur in Verbindung mit diesen Etüden veröffentlicht werden sollen.

BIBLIOGRAPHIE

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Wegeier und Ries: Biographische Notizen über Ludwig van Beethoven. Coblenz 1838.

Weise, Dagmar: Ein Skizzenbuch zur Chorfantasie und zu anderen Werken. Bonn 1957. Wir möchten an dieser Stelle für die freundliche Hilfe von Prof. Dr. J. Schmid-Görg, Prof. F. Racek, Dr. A. Weinmann, Prof. O. Jonas und K. H. Füssl danken. XVU.

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