WoO 213 Quattro bagatelle (re maggiore, sol maggiore, la maggiore e la maggiore) per pianoforte

I) – II) – III) IV) Rondò

Zur Geschichte

Entstehung und Herausgabe: Komponiert 1793 in Wien, spätere Revisionen vermutlich 1822 im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Publikation der Bagatellen op. 119. Die Erstausgabe von Nr. 1 und 4 erschien postum 1991 bei Novello in London.

Beethoven verwendete die Papiersorte, zu der das Blatt mit der Niederschrift der Bagatellen gehört, 1793 (Johnson/Fischhof Bd. 1 S. 87f). Neben den vier Bagatellen finden sich dort auch die Niederschriften zu den Bagatellen WoO 81 und 212 sowie Skizzen zum „Flohlied” op. 75 Nr. 3 und zu später nicht vollendeten Klavierstücken. In seiner Bitte um Kompositionen von Beethoven erwähnt der Leipziger Verleger Carl Friedrich Peters am 18. Mai 1822 unter anderem „Solosachen ftir Pianoforte (worunter auch kleinere Werke sein könten)” (BGA 1465). Dies mag Beethoven veranlasst haben, ein Portfolio mit ca 13 oder 14 noch unpublizierten Klavierstücken zusammenzustellen, die er durchnummerierte (siehe auch Op. 119). Auf dem Blatt BH 114 (Quelle 1.2) fand er für diese Sammlung mehrere taugliche Kompositionen: WoO 81 wurde zunächst als Nr. 7, später als Nr. 6 gezählt; das Andante WoO 213 Nr. 1 erhielt wohl zunächst eine heute nicht mehr erkennbare Nummer, dann die Nr. 7, WoO 213 Nr. 2 und 3 wurden als Nr. 8 und 9 gezählt; und das Rondo WoO 213 Nr. 4 war zunächst Nr. 10, schließlich Nr. 11 (Cooper/Portfolio S. 211, Cooper/Process S. 265). Im Zuge dieser Zusammenstellung müssen wohl die auf dem Skizzenblatt erkennbaren Revisionen vorgenommen worden sein (Cooper/Portfolio S. 215f, Cooper/Process S. 268f). In der endgültigen Auswahl für die Bagatellen op. 119 blieb WoO 213 (neben anderen Werken wie WoO  52, 56, 59 und 81) unberücksichtigt.

Erste Aufführung nicht bekannt.

Quellen

 I Autographe 

Skizzen nicht nachgewiesen.

2 Werkniederschrift: D-BNba, BH 114, Bl. lv und 2v. Datierung: 1793 (Johnson/Fischhof Bd. 1 S. 87f), Revisionen 1822 Cooper/Process S. 268). Das Doppelblatt enthält neben der Niederschrift von WoO 81 und 212 auch Skizzen zu Op. 75Nr.3 und zu nicht ausgefuhrten Werken. Titel: Bl. lv letzte Akkolade „Rondo [darüber mit Bleistift hinzugefügt:] Nr. 11 korrigiert aus: 10]”, Bl. 2v über der 1. Akkolade mit Bleistift hinzugefügt „Nr 8″ in der  3. Akkolade „Andante [darüber mit Bleistift hinzugefügt:] Nr 7″, in der 6. Akkolade mit Tinte hinzugefugt „Nr 9″. Umfang: ein Doppelblatt; 4 Seiten Notentext, WoO 213 Nr. 4 auf Bl. lv , WoO 213 Nr. 2, 3, 1 auf Bl. 2v. Papier: Querformat, 23×32 cm 16zeilig. Provenienz: Johann Nepomuk Kafka, Wien. — William Cart. – Erworben 1922. Faksimile und Übertragung: Schmitz/Skizzen. Weiteres Faksimile: DBH/online. Beschreibung: DBH/online.

II Überprüfte Abschriften nicht nachgewiesen.

III Erstausgabe (Nr. 1 und 4)

1991. In: Ludwig van Beethoven, Three bagatelles, Transcribed and edited by Barry Cooper, London, Novello & Company. – 10 Seiten. Zusammen mit WoO 59. Mit Einleitung und Kritischem Bericht des Herausgebers.

Briefbelege: - 

Literatur: Cooper/Portfolio Bd. 2 S. 208—228. — Cooper/Process S. 263—282. — Johnson/Fischhof Bd. 1 S. 83-88. – Schmitz/Skizzen.

Per ulteriori approfondimenti riferisrsi al nostro articolo – trascrizione completa del libro di Arnold Schmitz

Beethoven. Unbekannte Skizzen und Entwürfe. Untersuchung, Übertragung, Faksimile, Bonn 1924, riportato nella sua interezza, con testo ed esempi musicali in MIDI – Mp3.