WoO 148 So oder so (Così o così): Nord oder Süd! Wenn nur im warmen Busen (Nord o Sud? Purché soltanto nel caldo petto) per voce e pianoforte

Ziemlich lebhaft und entschlossen

WoO 148 – So oder so (Così o così): Nord oder Süd! Wenn nur im warmen Busen (Nord o Sud? Purché soltanto nel caldo petto) per voce e pianoforte, principio 1817, pubblicato la prima volta come appendice alla Wiener Modenzeitung del 15 febbraio 1817, pag. m. Prima edizione a sé, Colonia, Simrock, 1817. GA. n. 244 (serie 23/31) – Boett. XII/5 – B. 251 – KH.(WoO)148 – L. IV, p. 347/b 4 – 3 – N. p. 184 – T. 210.

Il manoscritto originale non è oggi conosciuto. Sei strofe di Cari Lappe, non troppo interessanti; e così pure la musica, unica per tutte e sei:

Nord oder Süd! Wenn nur im warmen Busen
Ein Heiligtum der Schönheit und der Musen,
Ein götterreicher Himmel blüht!
Nur Geistes Armut kann der Winter morden:
Kraft fügt zu Kraft, und Glanz zu Glanz der Norden.
Nord oder Süd,
Wenn nur die Seele glüht!

Stadt oder Land! Nur nicht zu eng die Räume,
Ein wenig Himmel, etwas grün der Bäume,
Zum Schatten vor dem Sonnenbrand.
Nicht an das ,,Wo“ ward Seligkeit gebunden;
Wer hat das Glück schon ausser sich gefunden!

Stadt oder Land!
Die Außenwelt ist Tand!
[Herr oder Knecht! und sei es Knecht der Knechte!
Gebeut uns dreist, allein gebeut das Echte!
Recht der Befehl, und wir gehorchen recht.
Doch soll kein Hochmuth unfern Dienst verhöhnen;
Nur Sclavensinn kann fremder Laune fröhnen.
Herr oder Knecht!
Der Schuft allein ist schlecht.]

Arm oder reich! Sei’s Pfirsich oder Pflaume,
Wir pflücken ungleich von des Lebensbaume,
Dir zollt der Ast, mir nur der Zweig.
Mein leichtes Mahl wiegt darum nicht geringe;
Lust am Genuß bestimmt den Wert der Dinge.
Arm oder reich!
Die Glücklichen sind reich!

Blaß oder rot! Nur auf den bleichen Wangen
Sehnsucht und Liebe, Zürnen und Erbangen,
Gefühl und Trost für fremde Not.
Es strahlt der Geist nicht aus des Blutes Welle,
Ein andrer Spiegel brennt in Sonnenhelle,
Blaß oder rot!
Nur nicht das Auge tot!

Jung oder alt! Was kümmern uns die Jahre?
Der Geist ist frisch, doch Schelme sind die Haare;
Auch mir ergraut das Haar zu bald.
Doch eilt nur Locken, glänzend euch zu färben,
Es ist nicht Schande, Silber zu erwerben.
Jung oder alt!
[Doch]erst im Grabe kalt!

Schlaf oder Tod! Willkommen, Zwillingsbrüder!
Der Tag ist hin, ihr zieht die Wimper nieder.
Traum ist der Erde Glück und Not.
Zu kurzer Tag! zu schnell verrauscht das Leben!
Warum so schön und doch so rasch verschweben?
Schlaf oder Tod!
Hell strahlt das Morgenrot