WoO 142 Der Bardengeist (Lo spirito del bardo): Dort auf dem hohen Felsen sang ein alter Bardengeist (Là sull’alta rupe cantava lo spirito di un vecchio bardo) per voce e pianoforte

Mäßig langsam

WoO 142 – Der Bardengeist (Lo spirito del bardo): Dori auf dem hohen Felsen sang ein alter Bardengeist (Là sull’alta rupe cantava lo spirito di un vecchio bardo) per voce e pianoforte, 3 novembre 1813, pubblicato alla fine del 1813 come appendice musicale (pag. 12) del Musen-Almanach für das Jahre 1814, Vienna. GA. n. 241 (serie 23/27) – Boett. X/2 – B. 248 – KH. (WoO)142 – N. p. 183 – T. 192 (pp. 125 e 195).

Il manoscritto originale è sconosciuto. Testo di Franz Rudolf Hermann: 8 strofe adattate tutte allo stesso breve motivo musicale di tinta malinconica, non straordinariamente peregrino.

Dort auf dem hohen Felsen singt ein alter Bardengeist;
Es tönt wie Äolsharfenklang
Im bangen schweren Trauersang,
Der mir das Herz zerreißt.

Und wie vom Berge zart und lind
In’s süße Blumenland
Kastalia’s heil’ge Quelle rinnt:
So wallt und rauscht im Morgenwind
Das silberne Gewund.

Nur leise rauscht sein Lied dahin
Beim grauen Dämmerschein,
Und zu den hellen Sternen hin
Entschwebt sein Herz, sein tiefer Sinn
In süßen Träumerei’n.

Und still ergriff mich mehr und mehr
Sein wunderbares Lied.
Was siehst du, Geist, so bang und schwer?
Was suchst du dort im Sternenheer?
Wie dir die Seele glüht!

,,Ich suche wohl, nicht find’ ich mehr,
Ach, die Vergangenheit!
Ich sehe wohl so bang und schwer,
Ich suche dort im Sternenheer
Der Deutschen gold’ne Zeit.

,,Hinunter ging die Sonne schon,
Kaum blieb ein Wiederschein;
Mit Arglist und mit frechem Hohn
Pflanzt nun die düstre Nacht den Mohn

Um’s Grab der Väter ein!