Opus 75 Sei Lieder – Sechs Gesange (sei canti) per voce e pianoforte

I) Kennst du das Land – II) Neue Liebe, neues Leben – III) Aus Goethes Faust – IV) Gretels Warnung – V) An der fernen Geliebten – VI) Der Zufriedene

Opus 75 – Sei Lieder – Sechs Gesange (sei canti) per voce e pianoforte, Opus 75, 1809; dedicati alla principessa Kinsky, pubblicati a Lipsia, Breitkopf e Hartel, ottobre 1810. G.A. Numero 219 (serie 23- 5) – Boett. IX – 2, V- 5 e 3 , IV – 6 e VII 4 e 5 – Bruers 75 – KH. 75 – L. III, pagina 180 – Nottebohm 75 – Petters 22 e 98 (numeri 3 e 4) Thayer 158, Biamonti 502.

Opus 75 Numero 1 Kennst du das Land, Lied per voce e pianoforte

Opus 75-1 – Kennst du das Land – 1809 (Conosci il paese), canzone di Mignon dai Wilhelm Meisters Lehrjahre di Goethe.II manoscritto originale è perduto. Ne esistono delle copie rivedute, una delle quali nel fondo Bodmer della Beethovenhaus. Due strofe sul medesimo motivo musicale dolce e ben modellato, a cui risponde ogni volta un secondo motivo dallo spunto anelante in movimento Mosso, con le parole del ritornello: Dahin! Dahin mocht ich mit dir, o mein Geliebter ziehn (Laggiù! laggiù vorrei andare con te, o mio amato). Il testo:

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl?
Dahin! dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! dahin
Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg;
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut!
Kennst du ihn wohl?
Dahin! dahin
Geht unser Weg! O Vater, laß uns ziehn!

Opus 75 Numero 2 Neue Liebe, neues Leben, Lied per voce e pianoforte

Opus 75-2 – Neue Liebe, neues Leben – 1809 (Nuovo amore, nuova vita): Herz mein Herz, testo di Goethe. Il manoscritto originale si trova nel fondo Bodmer della BeethovenHaus. Seconda redazione del lied WoO 127. Tre strofe, la prima e l’ ultima sullo stesso motivo musicale, la seconda, in ottemperanza del testo, più animata e giuliva. Il testo:

Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr!
Weg ist alles, was du liebtest,
Weg, warum du dich betrübtest,
Weg dein Fleiß und deine Ruh’,
Ach, wie kamst du nur dazu!

Fesselt dich die Jugendblüte,
Diese liebliche Gestalt,
Dieser Blick voll Treu und Güte
Mit unendlicher Gewalt?
Will ich rasch mich ihr entziehen,
Mich ermannen, ihr entfliehen,
Führet mich im Augenblick
Ach, mein Weg zu ihr zurück.

Und an diesem Zauberfädchen,
Das sich nicht zerreissen läßt,
Hält das liebe, lose Mädchen
Mich so wider Willen fest,
Muß in ihrem Zauberkreise
Leben nun auf ihre Weise.
Die Verändrung, ach wie groß!
Liebe, Liebe, laß mich los!

Opus 75 Numero 3 Aus Goethes Faust, Lied per voce coro e pianoforte

Opus 75-3 – Aus Goethes Faust – 1809 Flohlied (Canzone della pulce): Es war einmal ein Konig (C’era una volta un re), dal Faust di Goethe.Il manoscritto originale (o copia riveduta?) si trovava, a quanto riferisce il KH., nella raccolta di Siegfried Ochs di Berlino (morto nel 1929) Alcuni abbozzi risalgono all’ultima epoca di Bonn; citati a suo tempo dal Nottebohm, sono stati riprodotti dallo Schmitz. Si ricollega al genere buffonesco, come, ad esempio, Il viaggio di Urian o La prova del bacio, qui naturalmente elevato di grado (anche per merito della poesia) ed in parte trasformato nella musica di tipo: il diabolico, bizzarro, pungente, fantastico, rappresentato, per quanto sobriamente, da vari elementi caratteristici: il ritornello Stru­mentale con il suo ghiribizzo, la varietà delle cadenze nel corso del periodo melodico (sol, fa, do minore) e alla sua fine maggiore) la sfuggente conclusione. Il testo:

Es war einmal ein König,
Der hatt’ einen [großen Floh,
Den liebt’ er gar nicht wenig,
Als wie seinen eig’nen Sohn.
Da rief er seinen Schneider,
Der Schneider kam heran;
Da, miß dem Junker Kleider
Und miß ihm Hosen an!

In Sammet und in Seide
War er nun angetan,
Hatte Bänder auf dem Kleide,
Hatt’ auch ein Kreuz daran,
Und war sogleich Minister,
Und hatt einen großen Stern.
Da wurden seine Geschwister
Bei Hof auch große Herrn.

Und Herrn und Frau’n am Hofe,
Die waren sehr geplagt,
Die Königin und die Zofe
Gestochen und genagt,
Und durften sie nicht knicken,
Und weg sie jucken nicht.
Wir knicken und ersticken
Doch gleich, wenn einer sticht.

Opus 75 Numero 4 Gretels Warnung, Lied per voce e pianoforte

Opus 75 – 4 – Gretels Warnung (L’ avvertimento di Gretel) Etewals lebhaft mit leidenschaftlichter Empfindung, doch nicht zu Geschwind (con sguardi d’ amore e suoni e canti) testo di Gerhard Anton von Halem.Non si sa dove si trovi oggi il manoscritto originale posseduto già dall’ autore del testo: il poeta dilettante Gerhard Anton von Halem di Lipsia (morto nel 1858), che lo aveva avuto in dono da Beethoven. Tre strofe, sulla medesima melodia dolcemente ondulata (e non certo inespressiva), in cui Gretel narra come, dopo aver ceduto all’ amore del bel Christel, sia stata da lui abbandonata per altre ragazze; ed esorta le sue compagne a non fidarsene. Il testo:

Mit Liebesblick und Spiel und Sang
Warb Christel jung und schön;
So lieblich war, so frisch und schlank
Kein Jüngling rings zu seh’n.
Nein, keiner war
In ihrer Schaar,
Für den ich das gefühlt!
Das merkt er, ach!
Und ließ nicht nach,
Bis er es all, bis er es all,
Bis er es all erhielt!

Wohl war im Dorfe mancher Mann,
So jung und schön wie er;
Doch sah’n nur ihn die Mädchen an
Und kos’ten um ihn her.
Bald riß ihr Wort
Ihn schmeichelnd fort,
Gewonnen war sein Herz.
Mir ward er kalt,
Dann floh er bald
Und ließ mich hier, und ließ mich hier,
und ließ mich hier im Schmerz.

Sein Liebesblick und Spiel und Sang,
So süß und wonniglich,
Sein Kuß, der tief zur Seele drang,
Erfreut nicht fürder mich.
Schaut meinen Fall,
Ihr Schwestern all’,
Für die der Folsche glüht,
Und trauet nicht dem, was er spricht.
O seht mich an, mich Arme an,
O seht mich an, und flieht!

Opus 75 Numero 5 An der fernen Geliebten, Lied per voce e pianoforte

Opus 75-5 – An der fernen Geliebten (All’amato lontano). Ernst wohnten susse Ruh una goldner Frieden (Una volta dolce quiete e aurea pace abitavano), testo di Reissig, II manoscritto originale si trova nella Deutscher Staatsbibliothek di Berlino. La melodia, elementarissima e brevissima, è ripetuta inesorabilmente per sei strofe, e poco o niente ha a che fare con il significato del testo. La G.A. propone due versioni, che pubblichiamo entrambe. Il testo:

Einst wohnten süße Ruh’ und gold’ner Frieden
In meiner Brust;
Nun mischt sich Wehmut, ach! seit wir geschieden,
In jede Lust.

Der Trennung Stunde hör’ ich immer hallen
So dumpf und hohl,
Mir tönt im Abendlied der Nachtigallen
Dein Lebewohl!

Wohin ich wandle, schwebt vor meinen Blicken
Dein holdes Bild,
Das mir mit banger Sehnsucht und Entzücken
Den Busen füllt.

Stets mahn’ es flehend deine schöne Seele,
Was Liebe spricht:
“Ach Freund! den ich aus einer Welt erwähle,
Vergiß mein nicht!”

Wenn sanft ein Lüftchen deine Locken kräuselt
Im Mondenlicht;
Das ist mein Geist, der flehend dich umsäuselt:
“Vergiß mein nicht!”

Wirst du im Vollmondschein dich nach mir sehnen,
Wie Zephyrs Weh’n
Wird dir’s melodisch durch die Lüfte tönen:
“Auf Wiederseh’n!”

Opus 75 Numero 6 Der Zufriedene, Lied per voce e pianoforte

Opus 75-6 – Der Zufriedene (L’uomo contento) : Zwar schuf das Gluck hienieden mich veder reich noch gross (certo la sorte non mi ha fatto quaggiù ricco nè grande), testo di Reissig. II manoscritto originale si trova nella Deutsche Staatsbibliothek di Berlino. Dobbiamo ripetere quanto già detto per il numero precedente. Solo possiamo dire che la melodia è un po’ meno frugale, e non in dissidio con il carattere gioviale del testo. Il testo:

Zwar schuf das Glück hienieden
Mich weder reich noch groß,
Allein ich bin zufrieden,
Wie mit dem schönsten Los.

So ganz nach meinem Herzen
Ward mir ein Freund vergönnt,
Denn Küssen, Trinken, Scherzen
Ist auch sein Element.

Mit ihm wird froh und weise
manch Fläschchen ausgeleert!
Denn auf der Lebensreise
ist Wein das beste Pferd.

Wenn mir bei diesem Lose
Nun auch ein trüb’res fällt,
So denk’ ich: keine Rose
Blüht dornlos in der Welt.

Gli esempi musicali in MIDI di questa pagina sono curati da Pierre-Jean Chenevez. Chi volesse consultare o richiedere questi file, può contattare l’ autore tramite il nostro modulo di contatto.